Als Ergänzung zu einer normalen Ernährung

Als Ergänzung zu einer normalen Ernährung vermarkten Lebensmittelunternehmer Nahrungsergänzungsmittel, die konzentrierte Quellen von Nährstoffen (oder anderen Stoffen) mit ernährungsphysiologischer Wirkung sind. Solche Nahrungsergänzungsmittel können in „Dosis“-Form vermarktet werden, wie z.B. Pillen, Tabletten, Kapseln, Flüssigkeiten in abgemessenen Dosen, etc.

Ziel der harmonisierten Vorschriften für diese Produkte in der Richtlinie 2002/46/EG ist es, die Verbraucher vor möglichen Gesundheitsrisiken durch diese Produkte zu schützen und sicherzustellen, dass sie keine irreführenden Informationen erhalten.

Hinsichtlich der Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln enthält die Richtlinie eine harmonisierte Liste von Vitaminen und Mineralstoffen, die zu Ernährungszwecken in Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt werden dürfen (Anhang I der Richtlinie). Anhang II der Richtlinie enthält eine Liste der zulässigen Quellen (Vitamine und Mineralstoffe), aus denen diese Vitamine und Mineralstoffe hergestellt werden dürfen.

Diese Liste wurde durch die folgenden Verordnungen und Richtlinien geändert, um zusätzliche Stoffe aufzunehmen:

Verordnung der Kommission (EU) 2017/1203

Verordnung der Kommission (EU) 2015/414

Verordnung (EU) Nr. 119/2014 der Kommission

Verordnung (EU) Nr. 1161/2011 der Kommission

Verordnung (EG) Nr. 1170/2009 der Kommission

Richtlinie 2006/37/EG der Kommission

Der Handel mit Erzeugnissen, die Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die nicht in Anhang II aufgeführt sind, ist seit dem 1. August 2005 verboten.

Die Richtlinie 2002/46/EG wurde durch die Verordnung (EG) Nr. 1137/2008 an das neue Regelungsverfahren mit Kontrolle angepasst.

bild undEinreichung von Anträgen auf Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen und deren Quellen in die Anhänge
Administrativer Leitfaden für die Einreichung von Vorschlägen zur Sicherheitsbewertung von Stoffen, die für spezifische Ernährungszwecke bei der Herstellung von Lebensmitteln zugesetzt wurden.

Leitfaden für die zuständigen Behörden, Toleranzen für die Kontrolle der Einhaltung von Nährstoffwerten, die auf einem Etikett mit den EU-Rechtsvorschriften angegeben sindSuche nach verfügbaren Übersetzungen des vorhergehenden LinksEN— (Eine vereinfachte ÜbersichtstabelleSuche nach verfügbaren Übersetzungen des vorhergehenden LinksEN— gibt einen Überblick über die verschiedenen Toleranzwerte, die in dem Leitfaden enthalten sind. Im Zweifelsfall sollte der Text des Leitfadens als offizielle Referenz herangezogen werden).

Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln
Die Richtlinie 2002/46/EG über Nahrungsergänzungsmittel sieht die Festlegung von Höchst- und Mindestmengen an Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln über das Verfahren des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (PAFF-Ausschuss) vor.

Die Kommission hat ein Diskussionspapier über die Festsetzung von Höchst- und Mindestbeträgen für Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln herausgegebenSuche nach verfügbaren Übersetzungen des vorhergehenden LinksEN—, in dem die wichtigsten Fragen, die bei dieser Übung zu berücksichtigen sind, ermittelt und eine Reihe von Antworten vorgelegt wurden.

Obwohl die Kommission die Mitgliedstaaten und interessierte Kreise zu diesem Thema eingehend konsultiert hat, wurde aufgrund der Komplexität des Themas und der unterschiedlichen Auffassungen noch kein Vorschlag vorgelegt. Alle verfügbaren Daten über die möglichen Auswirkungen der Festsetzung von Höchstmengen an Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln, einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln, auf die Wirtschaftsteilnehmer und Verbraucher werden berücksichtigt. Es werden alle Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass die festgesetzten Höchstbeträge den von allen Beteiligten geäußerten Bedenken Rechnung tragen.

Verwendung anderer Stoffe als Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln
Die EG beauftragte eine StudieSuche nach verfügbaren Übersetzungen des vorhergehenden linkEN— über die Verwendung von Stoffen mit anderen ernährungsphysiologischen Wirkungen als Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln.

Unter Berücksichtigung dieser Studie und anderer verfügbarer Informationen hat die Kommission gemäß der Anforderung in Artikel 4 Absatz 8 der Richtlinie 2002/46/EG über Nahrungsergänzungsmittel einen Bericht an den Rat und das Europäische Parlament über die Verwendung anderer Stoffe als Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln erstellt.

Dem Bericht liegen zwei Arbeitsdokumente der Kommissionsdienststellen bei.

Merkmale und Perspektiven des Marktes für Nahrungsergänzungsmittel, die andere Stoffe als Vitamine und Mineralien enthaltenSuche nach verfügbaren Übersetzungen des vorhergehenden LinksEN—

Verfügbare wissenschaftliche Informationen über die Verwendung anderer Stoffe als Vitamine und Mineralstoffe in NahrungsergänzungsmittelnSuche nach verfügbaren Übersetzungen des vorhergehenden Links—

Überwachung von Nahrungsergänzungsmitteln
Die Mitgliedstaaten können zu Kontrollzwecken bei ihrer zuständigen Behörde das Inverkehrbringen eines Nahrungsergänzungsmittels in ihrem Hoheitsgebiet gemäß Artikel 10 der Richtlinie beantragen. Die Liste der zuständigen Behörden finden Sie hier: